Battig Rodolfo (1894 - 1937)

21.02.2020

Der Maler Rodolfo Battig "Melius" gehörte zu denjenigen, die dazu beitrugen, Görz auf dem Gebiet der Kunst kulturell zu bereichern, ohne großen Ruhm zu erlangen. Mehrere seiner Werke werden in den Provinzmuseen von Görz und in der Spazzapan-Galerie von Gradisca aufbewahrt. Rodolfo Battig (Familienname später in Batti italienisiert), geboren am 13. Dezember 1894, stammt aus einer armen Familie, konnte nur die Pflichtschule besuchen und arbeitete dann als Junge in der Druckerei Paternolli. Zu den Waffen der österreichisch-ungarischen Armee zurückgerufen, wurde er 1916 in Russland gefangen genommen und verbrachte dort am Ende des Weltkriegs eine Zeit der Wanderschaft, bevor er nach Görz zurückkehrte. Vielleicht hatte der Krieg, vielleicht hatten die Jahre der Gefangenschaft in ihm einen Wandergeist geweckt, zusammen mit dem Bedürfnis nach Zeichnen und Malen und der Ungeduld auf einen stabilen Ort zum Leben und Arbeiten. 

Bereits 1920 ging er nach Florenz und dann nach München, wo er Malschulen und akademische Kreise besuchte, in der Überzeugung, dass die Kunst nichts für Autodidakten wie ihn sei, dass man Wege und Stile lernen müsse. 1929 in Görz angekommen, freundete sich "Melius" mit Sofronio Pocarini an, der ihm 1929 half, eine persönliche Ausstellung einzurichten. Aber er war nicht sehr erfolgreich. Wie sich Biagio Marin, der ihn kannte, erinnerte, waren seine Mitbürger "Menschen, die zu vernünftig" waren, um ihn zu schätzen, bevor ihn ein durchschlagender Triumph zu ihrer Bewunderung aufdrängte. Danach zog er nach Paris, wo er sich von 1930 bis 1935 aufhielt, wobei er häufig in unsere Stadt zurückkehrte, was eher notwendig war, um die Erinnerung an die Orte seiner Kindheit wiederzuentdecken, als um sich von den Strapazen des von ihm geführten böhmischen Lebens zu erholen. Durch seine Kontakte mit der Pariser Avantgarde gewann er Selbstvertrauen in sich selbst, in seine eigene spontane und naive Malerei, in ein Genre, das damals in Italien nicht geschätzt wurde. Er nahm an zahlreichen Ausstellungen teil, vor allem im Ausland: Paris, Wien, München, Berlin, New York, Triest. Im Jahr 1935 ließ er sich in Rom nieder, wo er auf der Quadriennale ausstellte; eines seiner Werke wurde von der Galleria d'Arte Moderna angekauft. Es war schließlich der Erfolg seines primitiven Stils, der durch akribische Technik gemildert, aber immer fantastisch und poetisch war. Und gerade dann, nach kurzer Krankheit, starb er am 24. Januar 1937 in Rom. An ihn erinnert sein Künstlername "Melius", das Pseudonym, in dem sich seine Unzufriedenheit und sein Bestreben, sich zu bessern, konzentrierte.