KULTUR: JEDER FÜR SICH UND GOTT FÜR ALLE

16.08.2019

Kultur und Kunst sind die Meister in Görz: eine Stadt voller Schätze, die darauf warten, bewundert zu werden. Bei einem Spaziergang durch die Stadt können Sie an den ältesten und schönsten Orten der Stadt, wie dem Palast und dem Park der Coronini, der wunderbaren Gemäldegalerie des Palazzo Attems, dem Schloss und, in seinem Dorf, dem Kriegsmuseum und dem Museum für Mode und angewandte Kunst, echte Edelsteine finden. Sie alle beherbergen wertvolle Gegenstände und sehr interessantes Material, aber jede dieser Institutionen arbeitet allein, ohne Synergien mit den anderen, was es erlauben würde, ein wichtiges touristisches und kulturelles Angebot zum Nutzen des kommerziellen Sektors anzubieten. Mit Ausnahme des Schlosses, das die Hauptattraktion der Stadt ist und glücklicherweise von einer Reihe interner Routen profitierte, die bereits in den 90er Jahren gebaut wurden. Die anderen Sites glänzen sicherlich nicht bei den Besucherzahlen. Im Vorfeld gibt es ein großes Problem: der Mangel an Dialog und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen territorialen Realitäten und eine umfassende und vollständige Vision, die die verschiedenen Realitäten zusammenbringen kann. Jede ist eine Insel und macht es für sich allein. Manchmal auf irgendeine Initiative hin, findet fast immer immer weniger Zusammenarbeit statt, aber ohne Systematik. Sie programmieren nicht gemeinsam mehrjährige Projekte, aber auch nicht von einem Jahr zum anderen, sie organisieren keine großen Gemeinschaftsausstellungen, vor allem aber institutionalisieren sie nicht endlich ein "weit verbreitetes Museum", das in der Lage ist, das große Potenzial Görzens über den Isonzo und Vipacco hinaus zu fördern: eine Operation, die einen gewissen Zustrom von Touristen das ganze Jahr über garantieren würde. Um ein Beispiel zu nennen: Wie ist es möglich, dass man durch den Besuch des Kriegsmuseums von Görz nicht in einer klaren, kontinuierlichen Werbung für das gesamte Gebiet von Görz im weitesten Sinne über die Existenz ähnlicher Museen informiert werden kann? Die von Redipuglia, die Routen des Ersten Weltkriegs, der berühmte Cannoniere, die von San Michele? Aber auch der von Caporetto, der gute Erfolge verzeichnet. Was aber, wenn es die Museen derselben Stadt sind, die nicht miteinander kommunizieren, wenn nicht gelegentlich? Auf der einen Seite gibt es die ehemaligen Provinzmuseen, die zum ERPAC gehören (da es fast niemand kennt, sagen wir es: es handelt sich um die Agentur für regionales Kulturerbe), deren Verwaltung daher in der Tat in den Händen der Regionalabteilung mit Sitz in Triest liegt, so als ob die Stadt Görz keine Titel hätte, Fähigkeiten zur Verwaltung dieses von den Görzern geschaffenen und errichteten Schatzes. Aber lassen wir das Thema, auf das wir bald zurückkommen werden, erst einmal außen vor. Dann gibt es die Coronini-Cromberg-Stiftung, die sich selbst als autonom definiert, aber die Autonomie ist nicht an Händen und Füßen gebunden für die Finanzierung von Wahleinrichtungen wie der Region und der Stadtverwaltung (und einmal gab es auch die ehemalige Provinz Görz). Es gibt die Stadtverwaltung mit dem Schloss und der Stiftung Cassa di Risparmio und die Isontina-Staatsbibliothek, die zum Beispiel den Michelstaedter-Fonds bewahrt und immer kooperativ ist. Diese ungebundenen Einheiten sollten beginnen, sich zusammenzuschließen, sich zu vernetzen, gemeinsame Initiativen zu planen und umzusetzen. Aber nein! Sie scheinen nicht kollaborieren zu wollen. Warum nicht? Kann uns das jemand erklären? In der Zwischenzeit würde es ausreichen, das zu realisieren, was gemeinhin als: EIN TICKET bezeichnet wird. Wie ist es möglich, dass es in Gorizia, wo es im Gegensatz zu vielen anderen italienischen Städten richtige Museen und wertvolle Kulturstätten gibt, keinen solchen Zugang gibt? Die Vorteile wären vielfältig: In der Zwischenzeit wird der Besucher über die Existenz anderer Museen informiert. Dann werden faule Besucher durch einen Preisnachlass auf die Eintrittskarten ermutigt, auch die anderen Standorte zu besuchen. Aber warum sollte man sich auf Gorizia beschränken? Vorhin haben wir die Museen des Krieges erwähnt. Zu diesen könnten wir eine einzige Eintrittskarte einführen, die den Besucher auf die Existenz anderer Museen zu diesem Thema aufmerksam macht und so die Besucher einlädt, auch die anderen Stätten zu besuchen.

Rossella Dosso