SONNTAG IN GORIZIA: DIE FLUCHT NACH GORIZIA

08.08.2019

Gorizia Anno Domini 2019:eine tote Stadt, eine Stadt mit wenig Leben. Warum? Lassen Sie uns die Situation analysieren. Gorizia, das "österreichische Nizza", ist eine einzigartige Stadt, reich an Geschichte, Kultur und Leben, die allzu lange langweilig, "tot" erscheint. In den Augen vieler Menschen: Fragen Sie nur die Menschen in Udine, Triest und Monfalcone. Wessen Ursache ist es? Die Gorizianer selbst? Wahrscheinlich. Wir fragen uns, wie es möglich ist, dass in einer Stadt wie Gorizia, die - wie in der Vergangenheit - voller Vitalität sein sollte, am Wochenende vor allem dazu neigt, den Schalter abzudrehen. Klicken. Und so sieht der Tourist, wir beziehen uns insbesondere auf den Sonntag, verwirrt aus und wandert zwischen den Schönheiten der Stadt auf der Suche nach einem netten Restaurant, in dem Mittag- oder Abendessen möglicherweise unsere reichhaltige Gastronomie genießt, aber ... oibò, die Restaurants sind geschlossen. Einige sind komplett geschlossen, während andere - mit Ausnahme von zwei oder drei - nur zum Mittagessen geöffnet sind. Die Geschäfte sagen es nicht. Aber was tun wir dann? Sie fahren nach Slowenien oder in die nähere Umgebung. Und das ist eine Schande! Anstatt in der Stadt zu bleiben und einen Spaziergang durch Geschäfte, Buchhandlungen und Museen zu machen, fahren die Menschen sonntags nach Slowenien. Živjo. Wäre es, ohne Ihren Freunden von jenseits der Grenze etwas wegzunehmen, nicht profitabler, wenn die Touristen, die Besucher, aber auch die Görzer selbst durch die engen Gassen von Görz gehen würden? Außerdem fragen sich die Jugendlichen, warum sie um 22 Uhr nach Hause kommen müssen. Oder warum sie das Auto nehmen müssen, um aus Gorizia wegzuziehen, wenn man bedenkt, dass hier das "gute Leben" um zehn Uhr abends endet, so sehr, dass auch die Ereignisse - nennen wir sie so... - zu diesen Zeiten festgelegt sind. Halt! "Musik ist endlich, Freunde gehen..." ...und sogar Bars schließen. Kein Wunder also, wenn es in der Stadt nur wenige junge Menschen gibt. Die wenigen, die dort sind, gehen woanders hin. Im Moment müssen wir nur an alle Menschen in Görz appellieren, zu verstehen, dass die Stadt wieder zum Leben erweckt werden muss. Aktuelle Prognose: Man kann apertis verbis sagen, dass das Enzephalogramm im Moment fast flach ist, aber mit dem wünschenswerten Beitrag aller Beteiligten wie Institutionen, kommerzielle Betreiber und die Bürger selbst sind wir zuversichtlich, dass es sich erholen wird. Das ist durchaus möglich. Wir müssen diese Stadt lieben, weil sie uns in Bezug auf Geschichte, Kultur und Identität so viel gegeben hat: Jetzt liegt es an uns, ihre Vitalität wiederherzustellen. Wachen wir auf!

Rossella-Dosso