ISONTINISCHE WIRTSCHAFT: MYSTERIÖSE STÄTTEN UND VIELE UNBEANTWORTETE FRAGEN

24.08.2019

Das zweite Papier des berühmten Gorizia-Fonds zielt auf eine analytischere Vertiefung aller Mittel ab, die an Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in der ehemaligen Provinz vergeben wurden. Die Analyse vertieft und vergleicht zwei Wirtschaftsjahre, das erste, das sich auf das Jahr 2017 bezieht, und das zweite, das folgende. Wir spezifizieren, dass alle von uns wiedergewonnenen und analysierten Daten von der Webseite der Handelskammer von Venezia-Giulia stammen: die Schwierigkeiten beim Auffinden und Analysieren der Daten, treten sofort auf, einfach auf die Seite der Kammer klicken und suchen.

Die Website ist ziemlich veraltet, obwohl vor nicht allzu langer Zeit einige Änderungen vorgenommen wurden. Hinzu kommt, dass die Schwierigkeiten, Daten zu finden, immer wieder auftreten, wenn man sich zu einer Analyse der Daten entschließt, weil das System keine sehr prägnante Tabelle in einem leicht herunterladbaren Format darstellt, wie es in anderen vergleichbaren Realitäten üblich ist. Wer nicht genug Office-Programme (insbesondere Excel) kaut, bleibt verwirrt. Wie auch immer, versuchen Sie zu glauben, lassen Sie uns nicht darauf herumreiten. Hoffen wir nur, dass dies nur Versehen sind und sonst nichts.

Das Jahr 2018 verzeichnet eine Zahl von fast sieben Millionen Euro (7.013.943,39€), die ein Verhältnis zwischen Beiträgen und Darlehen von 60/40 %, 3,9 bzw. 3,1 Millionen verzeichnet. Die Zuschüsse und zinsgünstigen Darlehen werden zur Finanzierung von Projekten von potentiell hoher wirtschaftlicher Bedeutung innerhalb unserer Provinz, sagen wir es mal so, Görz, verwendet. Darüber hinaus heben wir, wie im ersten Beitrag zur Frage des Fonds berichtet, den großen Erfolg des Fonds hervor, der nach Ansicht von Experten im Zeitraum 2009-16 eine sehr bedeutende wirtschaftliche Wirkung von über 400 Millionen gewährleisten konnte. Es scheint also, dass dieses Geld gut ausgegeben (wurde). Wir haben es auch verpasst. Andererseits trifft es auch zu, dass alle Wirtschaftszweige in Gorizia und in der Provinz 8 sowie in der Region (mit einigen sehr seltenen Ausnahmen) das Minuszeichen haben. Der heutige Piccolo berichtet über die Krise des Kunsthandwerks in der Region, von der die Region Isonzo mit 104 Betriebsschließungen allein in der ersten Hälfte des Jahres 2019 stärker betroffen ist als die anderen Provinzen.

Die Daten, die sich auf das Jahr 2018 beziehen und sich nur auf die eingegangenen Beiträge beziehen (also keine Darlehen), sehen an erster Stelle (überraschenderweise) die Gemeinde Ronchi, da es dieser Stadt gelungen ist, Ressourcen von über einer Million und hunderttausend Euro anzuziehen, weit vor der Konkurrenz. Eine Zahl, die die wachsende unternehmerische Ader der Monfalconesen unterstreicht, die vom Riesen Fincantieri monopolisiert werden. Wir präzisieren, dass Ronchi dank des Consorzio Bonifica Pianura Isontina, das seinen Sitz in Ronchi hat, viele Investitionen angezogen hat. Die zweite Position, um genau zu sein, geht nach Gorizia (aber Vorsicht, in Verbindung mit Triest: Ist Portorosega in das Triester Hafensystem integriert? Es wäre schön zu wissen) gefolgt von der Stadt Gorizia und Monfalcone. Aber der interessante Teil kommt jetzt. Wenn wir gut analysieren, können wir ganz bestimmte Daten sehen. Es ist klar, dass im vergangenen Jahr (2018) wirtschaftliche Realitäten auch außerhalb der so genannten Provinz finanziert wurden. Aus der Herkunft der Mehrwertsteuernummern geht hervor, dass einige Unternehmen in der Provinz Udine oder sogar außerhalb der Region (Venedig und Trient) ansässig sind. Wir präzisieren, dass diese Unternehmen alle rechtlichen und verfahrenstechnischen Gründe gehabt haben werden, um eine Finanzierung zu beantragen, vielleicht für in der Provinz durchgeführte Arbeiten und/oder aus ähnlichen Gründen. Es ist jedoch merkwürdig, dass selbst außerprovinzielle Realitäten vielleicht auf Kosten von Unternehmen und Provinzorganen finanziert wurden: Das ist eine Frage.

Eine weitere sehr wichtige Frage, die aber immer noch nicht beantwortet ist, ist die Frage, woher die Gelder kamen. Wir wissen, dass jeder Fonds, um zu funktionieren, finanzielle Mittel benötigt, die notwendigerweise vom Staat - von den Bürgern - zur Verfügung gestellt werden müssen. Einmal kamen die Gelder direkt aus Rom, dann aus den lokalen Verbrauchssteuern auf Benzin und aus der Region, aber die Region hat die Finanzierung des Fonds eingestellt, und wir müssen nur an die lokalen (Gemeinden) Realitäten denken. Diese Daten sind (für uns) nicht verfügbar, aber sie sind nach wie vor von zentraler Bedeutung für das Verständnis der wahren Natur des Görzer Fonds, seiner Geldbestände und der Provinzfrage in ihrer Gesamtheit.

Wir warten auf einige Antworten.

Martin Novak