GECT (3) PROJEKTE, MÖGLICHKEITEN

06.09.2019

Der Gect ist sicherlich eine Chance für die Zukunft Görzens, auch wenn sie nur langsam Gestalt annimmt. Aber die Menschen wissen wenig darüber. Genau aus diesem Grund haben wir versucht, seine Beweggründe zu verdeutlichen, indem wir seine Ursprünge, seine Finanzierung, seine Veränderungen während seiner zehn Lebensjahre dargestellt haben. Heute sprechen wir über die Projekte. Den vollständigen Text der drei Beiträge von Martin Novak können Sie lesen, indem Sie auf HINWEISE in der linken Spalte klicken.

Isonzo-Soča:

Bei diesem Projekt geht es um die Erhaltung, Wiederherstellung und Entwicklung des natürlichen und kulturellen Erbes, das dem Gebiet Soča innewohnt. Im Wesentlichen geht es um die Realisierung von Arbeiten wie einen gemeinsamen Fahrradweg und eine Neugestaltung des Unterkunftsbereichs mit Wohnmobilabstellplatz in Vrtojba sowie um Werbeaktivitäten. Dieses Einzelprojekt hat eine Finanzierung in Höhe von 5 Millionen Euro, verteilt über 48 Monate. Um genau zu sein, kostet dieses Projekt insgesamt 4.378.438 Euro, aufgeteilt auf die drei Gemeinden, während Gorizia nur 40%, das entspricht etwas mehr als 1,7 Millionen Euro, benötigt. Da die Arbeiten voraussichtlich bis Ende 2020 abgeschlossen sein werden, ist Gorizia die letzte der drei Nachbargemeinden. Ehrlich gesagt, da Gorizia bei weitem der Hauptförderer des EVTZ ist, wurde erwartet, dass Gorizia einige zusätzliche Gelder anziehen würde, um seinen sehr erfolgreichen grünen Attraktionspark in Slowenien ausbauen zu können. Wird es weitere Gelegenheiten geben?

Gesundheit-Zdravstvo:

Das zweite TIR-Projekt zielt darauf ab, die Zusammenarbeit im Bereich der Gesundheitsdienste verschiedener Art (Autismus, psychische Gesundheit, physiologische Schwangerschaft usw.) zu verstärken, um wesentliche Dienste im Einklang mit den europäischen Richtlinien gemeinsam nutzen zu können. Auch dieses Projekt ist mit viel Geld ausgestattet, 5 Millionen Euro. Bisher wurden Fortschritte durch die Kartierung und Analyse der gemeinsamen Dienste erzielt, die darauf abzielen, die Kosten im Gesundheitswesen zu senken und den Nutzen für die Patienten zu erhöhen. Im Grunde handelt es sich um einen Sonderbereich, in dem alle Bewohner die von beiden Seiten angebotenen Dienstleistungen gemeinsam nutzen können, ohne dass die Kosten unnötig aufgeteilt werden. Hier wurde viel Geld für die (komplexe) Status-quo-Analyse ausgegeben, für die Verkündung zukünftiger Aktionen, die auf den Aufbau eines einheitlicheren Gesundheitssystems abzielen, und für andere rein medizinische Aktionen - in diesem Fall die medizinische Analyse - für Autismus. Ob es Ihnen gefällt oder nicht, dies ist das Ziel dieses Projekts, vielleicht eine effizientere grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung.

Andere Projekte:

Unter den anderen Projekten, die zwar nicht den Charakter eines ITI haben, aber dennoch wichtig sind (sogar sehr wichtig, würden wir sagen), gibt es das Projekt Cyclewalk, das fast 300.000 € sammelt und den Übergang zu grüner Mobilität durch Studien, Ausbildung und technisch-wissenschaftliche Beratung in Zusammenarbeit mit der Universität Amsterdam unterstützt. Eine weitere ist die CB-Pumpe, die eine Studie über die Hindernisse finanziert, die einer korrekten grenzüberschreitenden Mobilität im Wege stehen (20.000€). Dann haben wir auch den Plan für grenzüberschreitende elektronische Beschaffung (Cross-Border e-Procurement), der darauf abzielt, bürokratische Hindernisse abzubauen, die grenzüberschreitende Ausschreibungen verhindern (in Übereinstimmung mit dem, was in Brüssel für den Binnenmarkt gefördert wird), und das Projekt IVY - Interregionales Freiwilligenprojekt Jugend, das grenzüberschreitende Freiwilligenaktivitäten von bis zu sechs Monaten Dauer fördert.

Schlussfolgerungen:

Wenn wir diesen inzwischen weniger unbekannten EVTZ analysieren, verstehen wir, dass er eine sehr wichtige Rolle bei der Vereinigung des Grenzgebiets von Görz spielt, nicht nur in Worten. Die Analysen der Experten sind sehr ehrgeizig, denn sie zielen darauf ab, die Zahl der touristischen Präsenzen auf 270.000 zu erhöhen, sowie mehr als 700.000 Übernachtungen pro Jahr mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 4 Tagen im italienischen Görz zu erreichen. All dies wäre nach diesen Analysen dank zahlreicher privater und öffentlicher Investitionen (insgesamt 40.000.000€) bis 2023 möglich. Unserer Meinung nach sind diese Prognosen zu optimistisch, wenn man bedenkt, dass die Kulturstadt - eine in Nova Gorica geborene Initiative - ab 2025 die Besuche in der Stadt steigern sollte.

Jedenfalls können wir aus den Daten ersehen, dass in diesen Jahren, vor allem in den letzten, sehr konkrete Schritte unternommen wurden, damit Gorizia nicht in Vergessenheit gerät. Sicherlich sind die (wirtschaftlichen) Ergebnisse noch nicht mit dem bloßen Auge sichtbar, aber zumindest hier kann man sagen, dass sich etwas bewegt, hoffentlich wird es auch laufen können.

Martin NovaK