Giovanni Maria Marussig (1641-1712)

09.02.2020

Gio Maria Marusig,1641 in Görz geboren, stellt ein außergewöhnliches Phänomen im kulturellen Bereich Nordostitaliens dar: ein ante litteram Karikaturen-Journalist, der die großen Tragödien seiner Zeit, darunter die Pestepidemie, die Görz 1682 heimsuchte, mit Unmittelbarkeit und Dramatik schildern konnte. Bilder kaum skizziert, eher roh, aber gerade weil es so aus dem Manierismus der Zeit heraus war, noch beeindruckender. marusig gibt uns unter anderem eine Entscheidung von Episoden von Kriminalnachrichten, ja schwarz, zurück, die das Jahrhundert zu seiner schrecklichen Fleischeslust und Abwesenheit von Mitleid zurückbringt.

Giovanni Maria Marussig, Priester, Kaplan und Beichtvater der Klarissen von Görz, ist mehr als nur wegen seiner religiösen Rolle durch eine Reihe von illustrierten Manuskripten in Erinnerung geblieben, mit denen er in Prosa und Versen die Ereignisse von Görz in seiner Zeit und die Vorgeschichte der Stadt dokumentierte. Geboren in Görz am 17. Juni 1641, wurde er 1669 zum Kaplan des Klosters Santa Chiara ernannt, dem später die Ernennung zum Beichtvater der Nonnen hinzugefügt wurde; außerdem war er Sekretär der Kongregation für das Seelenwahlrecht im Fegefeuer.

Er war auch Sekretär der Kongregation für das Seelenwahlrecht im Fegefeuer. Ebenso wertvoll sind die Zeichnungen der Kirchen in Görz, sowohl in Görz die Kirchen, Kollegien, Klöster, Kapellen, Oratorien, Seligen, Kolon, Stationi, Seminaristen, Religionen als auch in der Handschrift über den Ursprung von Görz. Giovanni Maria Marussig hat nie über die Veröffentlichung seiner Werke nachgedacht, auch weil Gorizia zu dieser Zeit noch keine Druckereien besaß; zudem hätte die enge Verbindung zwischen Text und Zeichnung den Druck schwierig und sicherlich sehr teuer gemacht. Er fertigte jedoch mehrere Kopien seiner Manuskripte an, offensichtlich, um sie seinen Gönnern und Bewunderern zu schenken. Als Chronist der Pest von 1682 berichtete er über sein unmittelbares Zeugnis der Ereignisse und erzählte von seiner Erfahrung, dass er aus eigenem Entschluss ausgesondert wurde, nicht weil er krank war, sondern um einer Ansteckung zu entgehen.

"L'istoria del contagio ben notavi / e dopo d'ogni muart un poc bevevi", ricordò, raccontando la sua quarantena volontaria che gli permise di salvarsi, mentre il 10% dei goriziani moriva vittima della peste. Anche nel manoscritto relativo a Le morti violente, o subitane, successe in Goritia o suo distretto il Marussig mostra un'inclinazione verso il tema del macabro e dell'insolito, anche qui accompagnando con le immagini, spesso truculente, la parola scritta, e mostrando ben poca pietà cristiana per le vittime, viste non tanto come persone quanto piuttosto come oggetti di un aneddoto strano da raccontare. Marussig scrisse anche versi in friulano, e morì a Gorizia il 13 agosto 1712.