Persoglia Stefano (1848 - 1900)

13.02.2020

Am 8. Februar 1848 wurde Stefano Persoglia in Lucinico geboren. Nicht nur seine Geburtsstadt, sondern auch die verschiedenen Orte, an denen er sich aufgehalten hätte, wären durch seine Tätigkeit und seine Anwesenheit kulturell bereichert worden.

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Gorizia, wo er 1868 sein Studium beendete, schrieb sich Persoglia an der Universität Wien ein. Dort hatte er die Gelegenheit, seine musikalische Ausbildung zu erweitern. Er hatte sich schon seit seiner Jugend für Musik begeistert, und zwar schon als sehr junger Organist in der Kirche San Giorgio. Nach einem Musikstudium in Triest übernahm er den Lehrstuhl für deutsche Sprache am Gymnasium von Koper. Hier organisierte er ein Orchester und einen Chorverein und vermittelte seine Liebe zur Musik an seine Schüler. "Wo Persoglia war, da spielte und sang man", erinnern sich seine Biographen. Den gleichen Enthusiasmus bei der Belebung der Philharmonie und bei der Organisation von Musikveranstaltungen aller Art zeigte er während seiner Jahre als Lehrer am Gymnasium von Rovereto und am Women's Magistral Institute of Trento. Sein musikalisches Schaffen ist sehr umfangreich, dem er seine gesamte Freizeit vom Unterrichten widmete. Das bekannteste Werk ist jedoch nicht eine Originalkomposition, sondern die Sammlung Eco del Friuli. Cinquanta villotte (friaulische Volkslieder) für Gesang und Klavier, veröffentlicht 1892 anlässlich des hundertsten Geburtstages von Zorutti. Es handelt sich um eine Sammlung von Melodien und Versen, die im östlichen Friaul (vor allem in Mossa, Capriva und Mariano) gefunden wurden und unter dem Pseudonym Coronato Pargolesi veröffentlicht wurden, ein Name, der sich aus der italienischen Übersetzung des griechischen Namens Stefano und dem Anagramm des Familiennamens zusammensetzt: Es handelt sich um die erste gedruckte Musiksammlung der friaulischen Villotte, ein wertvolles Zeugnis der volkstümlichen Musik unserer Länder, auch wenn sie für den Gebrauch im Bürgertum angepasst wurde. Lucinico, der damals eine autonome Gemeinde war, verlieh Persoglia am 10. April 1899 die Ehrenbürgerschaft. Etwas mehr als ein Jahr später, am 4. November 1900, starb der Musiker in Trient plötzlich an einer Lungenentzündung. Eine Straße in Lucinico, direkt neben der Kirche, in der er als Junge gespielt hatte, trägt seinen Namen.