Reggio Isacco Samuele (1784-1855) 

29.02.2020

Isaac Samuele Reggio wurde am 15. August 1784 in Gorizia als Sohn des Ferrareser Juden Abram Vita geboren, der sich ein Jahr lang in Gorizia niedergelassen hatte und dann über vierzig Jahre lang Rabbiner aus Gorizia war. Er besuchte das öffentliche Gymnasium, während er, ebenfalls unter der Anleitung seines Vaters, die traditionellen rabbinischen Studien innerhalb der Gemeinschaft verfolgte. Während der Zeit der französischen Besetzung Görzens und der damit verbundenen vollständigen Emanzipation der Juden unterrichtete er Geisteswissenschaften am Gymnasium in Görz, und zur Zeit der österreichischen Restauration musste er seinen Posten verlassen, um sich ausschließlich den Studien zu widmen, die ihn faszinierten. Als maßgeblicher Vertreter der Haskalah (jüdische Aufklärung) auf europäischer Ebene behauptete Isaac Samuele Reggio, wie seine persönlichen Schicksalsschläge konkret zeigen, dass Juden sich aktiv in die Gesellschaft integrieren und gleichzeitig ihre Religion und Traditionen bewahren müssen. Diese Haltung zeigt sich auch in seinen Werken, von denen eines eine Vertiefung der Judaistik ist (HaTorà wehafilosofia. Thora et philosophia, Wien 1827), die anderen eine an ein breiteres - und nicht unbedingt nur jüdisches - Publikum gerichtete Verbreitung durch Übersetzung ins Italienische (La legge di Dio ossia il Pentateuch, Wien 1821; Il libro d'Isaiah. Poetische Fassung, Udine 1831) oder auch didaktische Texte, die für Schüler oder Lehrer bestimmt sind (Picciola enciclopedia scritta per uso de' giovanetti, Görz 1812; Guida per l'istruzione religiosa della gioventù israelitica proposta ai maestri, Görz 1853). Vor allem dank seiner Bemühungen wurde 1829 in Padua das Höhere Institut für die Ausbildung der Rabbiner gegründet, das den Namen Rabbinerkolleg erhielt, das erste seiner Art in Italien, an dem Reggio durch die Ausarbeitung des Statuts und der Vorschriften mitarbeitete und wo er das Angebot einer Lehrstelle zugunsten von Samuel David Luzzatto ablehnte. Isaac Samuel Reggio wurde am 15. August 1784 in Görz geboren, als Sohn des Juden Abram Vita aus Ferrara, der ein Jahr lang in Görz gelebt hatte und dann über vierzig Jahre lang Rabbiner aus Görz war. Er besuchte das öffentliche Gymnasium, während er, ebenfalls unter der Anleitung seines Vaters, die traditionellen rabbinischen Studien innerhalb der Gemeinschaft verfolgte. Während der französischen Besetzung Görzens und der damit verbundenen vollständigen Emanzipation der Juden unterrichtete er Geisteswissenschaften am Gymnasium in Görz, und zur Zeit der österreichischen Restauration musste er seinen Posten verlassen, um sich ausschließlich den Studien zu widmen, die ihn faszinierten. Als maßgeblicher Vertreter der Haskalah (jüdische Aufklärung) auf europäischer Ebene behauptete Isaac Samuele Reggio, wie seine persönlichen Schicksalsschläge konkret zeigen, dass Juden sich aktiv in die Gesellschaft integrieren und gleichzeitig ihre Religion und Traditionen bewahren müssen. Diese Haltung zeigt sich auch in seinen Werken, von denen eines eine Vertiefung der Judaistik ist (HaTorà wehafilosofia. Thora et philosophia, Wien 1827), die anderen eine an ein breiteres - und nicht unbedingt nur jüdisches - Publikum gerichtete Verbreitung durch Übersetzung ins Italienische (La legge di Dio ossia il Pentateuch, Wien 1821; Il libro d'Isaiah. Poetische Fassung, Udine 1831) oder auch didaktische Texte, die für Schüler oder Lehrer bestimmt sind (Picciola enciclopedia scritta per uso de' giovanetti, Görz 1812; Guida per l'istruzione religiosa della gioventù israelitica proposta ai maestri, Görz 1853). Vor allem dank seiner Bemühungen wurde 1829 in Padua das Höhere Institut für die Ausbildung der Rabbiner gegründet, das den Namen Rabbinerkolleg erhielt, das erste seiner Art in Italien, an dem Reggio durch die Ausarbeitung des Statuts und der Vorschriften mitarbeitete und wo er das Angebot einer Lehrstelle zugunsten von Samuel David Luzzatto ablehnte.

Neben der Zusammenarbeit mit der Wiener jüdischen Zeitschrift "Bikkure Ha-Ittim", die mit dem Haskalah-Umfeld in Verbindung steht, war er Herausgeber der "Strenna israelitica", einer Zeitschrift, die vier Jahre lang, von 1852 bis 1855, mit literarischen und zeitgeschichtlichen Artikeln zu jüdischen Themen erschien, und die eine beträchtliche Verbreitung hatte und zusammen mit der dichten Korrespondenz, die Reggio mit italienischen und europäischen Gelehrten führte, dazu beitrug, Gorizia als "das kleine Jerusalem am Isonzo" für die intensive jüdische Kulturtätigkeit bekannt zu machen, die dort durchgeführt wurde. 1841, nach dem Tod seines Vaters, übernahm er die Rolle des Oberrabbiners von Görz. Es gelang ihm stets, seine Studien und öffentlichen Verpflichtungen mit der Aufmerksamkeit für seine große Familie (seine Frau Rachel Levi hatte zwölf Kinder) in Einklang zu bringen. Er starb am 29. August 1855 an den Folgen der Cholera und ist auf dem jüdischen Friedhof von Valdirose begraben.