LOKALE GESCHICHTE IN SCHULEN UND ANALPHABETISMUS IN GORIZIA

11.01.2020

Längst sind wir in diesem Blog untergegangen, um in Schulen über unsere Geschichte und Kultur zu unterrichten. Kürzlich haben wir auch vorgeschlagen, das Klassische Gymnasium Dante Alighieri, Erbe des Staatgymnasiums, nach dem berühmtesten unserer Mitbürger, Carlo Michelstraedter, zu benennen, der ein Schüler dieser Schule war. Viele Zustimmungen und einige verärgerte Meinungsverschiedenheiten, die aus der Schulwelt kommen, im Namen jener "quieta non movere", die die Probleme unter der Matte versteckt, lassen Gorizia sterben. Wie auch immer wir es wiederholen: es ist notwendig, dass wir in der Mittelschule, wenn nicht sogar in der Grundschule und somit im Gymnasium, die Geschichte und Kultur Görzens studieren: ohne diese didaktische Unterstützung, auch angesichts des Mangels und der Unzulänglichkeit von Initiativen, die auf die Kenntnis unserer Stadt abzielen, wissen vor allem die jungen und sehr jungen Menschen in Görz nicht einmal, wo sie leben: was die Ereignisse von Görz betrifft, sind sie Analphabeten. Eine notwendige Lehre, die natürlich nicht nur Görz, sondern das gesamte Friaul-Julisch-Venetien betrifft, wo die Kenntnis des Territoriums dem guten Willen irgendeines Professors oder Lehrers überlassen wird. Kürzlich hat der Präsident der FVG Massimiliano Fedriga auf den Seiten der Messaggero Veneto dieses Thema wieder aufgegriffen und den Willen angekündigt, am Tisch der Erneuerung des Paktes mit dem 2021 auslaufenden Staat auch die Rede von der Autonomie der Schule mit nach Hause zu nehmen. Vielleicht ist dies der richtige Anlass, um ein altes Problem in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken: Wie ist es möglich, dass eine sehr reiche Geschichte - in Bezug auf Fakten, Kultur, Charaktere - wie die unserer Region - und insbesondere die von Görz - in den Schulen der Stadt nicht die richtige Berücksichtigung findet? Sie vernachlässigen ein Erbe, das unseren Reichtum darstellen sollte, den Eckpfeiler unserer Identität, auch wenn - und da wenden wir uns an die Stadtverwaltung - die Grundlage für den Aufbau eines Kulturtourismusprojekts, das lohnend und gewinnbringend wäre: weil es das Ergebnis eines Gewirr von Kulturen und ethnischen Gruppen ist, das Görz zu einem außergewöhnlichen Unikat macht, das in der Region seinesgleichen sucht und auf das nur wenige andere Städte stolz sein können.

Rossella Dosso