Tominz Giuseppe (1790-1866)

28.02.2020

Giuseppe Tominz,der Maler des Bürgertums von Görz und Triest des neunzehnten Jahrhunderts, wurde am 6. Juli 1790 in Görz geboren, im Haus Nr. 30 der damaligen "piazza metropolitana", die heute Piazza Cavour heißt. Seine Familie, die ursprünglich aus dem Vipacco-Tal stammt, war seit einigen Generationen in Gorizia ansässig und wird in Dokumenten als Tuminz oder Tominz erwähnt. Dank der Intervention der Erzherzogin Marianna von Österreich und des Grafen Francesco della Torre, der sein Mäzen wurde, konnte der junge Giuseppe, der eine besondere Neigung zur Malerei gezeigt hatte, in Italien Kunst studieren.

Er war bereits mit sechzehn Jahren in Rom und studierte an der Accademia di San Luca, doch wurde er nicht von deren klassizistischem Ansatz beeinflusst. Er kehrte 1820 nach Gorizia zurück und ließ sich 1830 in Triest nieder, wo er vom kommerziellen und unternehmerischen Umfeld der Hafenstadt, damals vielleicht auf dem Höhepunkt ihres Wohlstands, sehr geschätzt wurde. Ab 1855 teilte er seine Zeit zwischen Görz und dem Gut Gradiscutta auf, wo er am 22. April 1866 starb. Giuseppe Tominz war hauptsächlich als Porträtist für bürgerliche Familien tätig. Seine Fähigkeit, auf der Leinwand sowohl die Physiognomie als auch den Charakter des Dargestellten wiederzugeben, der mit großer Genauigkeit und vollkommener Ähnlichkeit dargestellt wird und dem es nie an Sympathie und menschlicher Wärme mangelt, machte ihn sehr begehrt. Das Porträt, sei es eine Familiengruppe oder eine Einzelperson, wurde erst am Ende von Tominz' Karriere allmählich durch die Fotografie ersetzt, die sein Vermögen nicht durch die Konkurrenz der neuen Erfindung getrübt sah

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