EIN WERTVOLLES BUCH UND DER SCHATZ DER KATHEDRALE

19.02.2020

Ein Buch, das in keiner Bibliothek Gorizianos fehlen darf, denn es enthält eine Fülle von Nachrichten und Anekdoten, die stets genau dokumentiert sind. Gorizia e i Calligari, meisterhaft geschrieben von dem 88-jährigen Attilia Colombo, ist eine Fundgrube für alle, die die Geschichte lieben: Es zeichnet die Ereignisse von Gorizia von den Ursprüngen bis in unsere Zeit nach, konzentriert die Geschichte rund um den Dom und widmet der religiösen Welt und allem, was sich um sie dreht, also fast allem bis mindestens zum 18.

Glaube und Macht, Katholizismus und Säkularismus, Klerus und Adel, Elend und Adel verschmelzen auch in finanzieller Hinsicht zu einem unauflösbaren Gewirr, in dem auch - und nicht nur - die elendesten Landbewohner für den Bau von Kirchen und die Ausstattung für die Funktionen und die Dekoration von Tempeln und Kapellen zahlen. Das Buch, dessen kapitelweise Durchsicht wir uns vorbehalten, schließt mit einer ausführlichen Auflistung des Domschatzes, in der auf mehr als acht Seiten die Schätze aus Aquileia (der gleichnamige Schatz) sowie die Schenkung und Maria Theresia vorgestellt werden.

Diese Verbindung sollte unseren Erzbischof und die kulturell sensibleren Bereiche wie Don Alessio Stasi, aber auch Marco Plesnicar erinnern, der am Mittwoch in der Villa Coronini ein Treffen den Entdeckungen von Corte Sant'Ilario widmete:

1) Wie von Erzbischof Bommarco beabsichtigt, in diesem Gebäude das Museum des Schatzes der Kathedrale (Museum von Santa Chiara) einzurichten, in das 5 Milliarden Lire für dieses Projekt investiert wurden und für dessen Einrichtung und Vitrinen die Carigo-Stiftung 1 Milliarde und 200 Millionen Lire bereitgestellt hatte.

2) Da wir wissen, dass ein solches Projekt, das im Zentrum von Görz einen Punkt europäischer touristischer und kultureller Anziehungskraft schaffen würde, mit Kosten für die Eröffnung verbunden wäre, fragen wir uns, warum in einer Zeit, in der die Provinzen - zufällig auch Görz - kurz vor der Rekonstituierung stehen, nicht Personal in dieses Museum versetzt werden kann, dessen Verwahrung und Verwaltung selbstverständlich unter die neuen Provinzmuseen fallen könnte.

3) Das Projekt von europäischer Tragweite sollte die Stadtverwaltung, die nächste Provinzbehörde, Cciaa fu Goriziana, Fondazione Carigo und insbesondere die Region FVG mit einer besonderen und außerordentlichen Finanzierung einbeziehen, die das touristische Gesamtangebot bereichern und die Verunstaltung beheben könnte, die Gorizia durch den Wegfall der Provinzmuseen zugefügt wurde. Und sagen Sie nicht, dass dies nicht möglich ist, wenn in Grado der Schatz der Basilika Sant'Eufemia in einem Museum untergebracht wird.

4) Da wir empfindliche Antennen haben und obwohl wir wissen, dass das Museum, obwohl junge Menschen ohne große Illusionen, bis zur Ablehnung Görzens, nicht fertig wird, fragen wir die Kurie, warum sie nicht zumindest aktiv ist, um zusammen mit den bereits erwähnten Entitäten und Institutionen eine Ausstellung zu realisieren, die zur Vision der armen Bürger Görzens und den möglichen und vielen Touristen eine temporäre Ausstellung des Schatzes von Aquileia in Santa Chiara führt. Auch unter Ausnutzung der Tatsache, dass 2020 von der FVG-Region zum Jahr des Patriarchats erklärt wurde.

Es wäre eine Möglichkeit, die enge und unauflösliche Beziehung zwischen der Gemeinschaft von Görz und der erzbischöflichen Kurie, dem Erbe - wir erinnern uns - des Patriarchats von Aquileia, würdig zu feiern.

GORIZIA3.0